Die Mozartkugel: Ein Verkaufsschlager aus Österreich und seine Geschichte

Verfasst von Nina

Jeder kennt sie, jeder liebt sie: die Mozartkugel. Sie ist wohl in den Köpfen mancher untrennbar mit Österreich und vor allem Salzburg verbunden. Wer hat denn seinen Verwandten nicht schonmal Mozartkugeln als Mitbringsel aus Österreich mitgebracht? Doch woher kommt eigentlich der Name? Und wie wird sie gemacht?

© Original Salzburger Mozartkugel der Konditorei Fürst © http://www.mozartkugelnoesterreich.de/51 Jahre nach dem Tod des großen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart, also im Jahr 1842, entdeckte die Stadt Salzburg das „Vermarktungspotential“ ihrer berühmtes Sohnes. Die Stadt sollte zu einer Art Wallfahrtsstätte für Mozart-Anhänger und Touristen werden. Ein Denkmal wurde errichtet und so manche Geschäftsleute nutzten den bekannten Namen zur Verkaufssteigerung.

So kam auch im Jahr 1884 der Konditormeister Paul Fürst nach Salzburg und eröffnete dort sein Geschäft. Nun wollte er natürlich auch von Mozart profitieren und entwarf 1890 ihm zu Ehren eine Leckerei, die es bis zu diesem Tage noch nicht gab. Er nannte seine Kreation zunächst „Mozart-Bonbon“ und später Mozartkugel. Mit dieser Kreation gewann er auf der Weltausstellung in Paris dann auch eine Goldmedaille.

Zunächst formte er eine Kugel aus grünem Pistazien-Marzipan und umhüllte diese mit Nougat. Diese wird dann auf ein Holzstäbchen gesteckt und in flüssige dunkle Schokolade getaucht. Die Holzstäbchen mit der fertigen Kugel obendrauf steckte Fürst dann zum Trocknen in ein Holzbrett mit Löchern. Nach dem Trocknen wird das Stäbchen entfernt und das Loch mit flüssiger Schokolade gefüllt. So erschuf Paul Fürst auch die erste komplett runde Praline der Welt und noch bis heute fertigen seine Erben die Mozartkugeln auf diese Weise per Hand.

Die Kugel wurde schnell auch über die Grenzen Österreichs berühmt. Doch das ruft natürlich auch Nachahmer auf den Plan. Da Fürst sich die Mozartkugel markenrechtlich nicht hatte schützen lassen, verkauften viele andere Hersteller ebenfalls die kleine Leckerei. Die Erben von Paul Fürst leiteten rechtliche Schritte ein und bekamen Recht. Daher dürfen nur noch die Mozartkugeln der Konditorei Fürst als „Original Salzburger Mozartkugeln“ bezeichnet werden. Alle anderen sind also nur Nachahmer.

Die Original Salzburger Mozartkugeln gibt es nur im Laden dern Konditorei Fürst zu kaufen, oder im Onlineversand von Ende September bis Mai auf ihrer Homepage

Foto: © http://www.mozartkugelnoesterreich.de/


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