Vom Kakaobaum zur Schokolade

Verfasst von Nina

SchokoDie Herstellung von Schokolade ist ein äußerst komplizierter Prozess. Und genau deshalb galt sie lange Zeit als Luxusgut. Heute profitiert lediglich der Geschmack davon :-) .

Eine eigene Herstellung zuhause ist also leider unmöglich und wird so immer in Händen von Fachleuten bleiben.

Die Früchte des Kakaobaums, der eine Höhe zwischen 4 und 15 Metern erreichen kann, werden mit einer Machete direkt vom Stamm abgeschlagen. Noch heute wird ohne die Hilfe von technischen Mitteln ausschließlich per Hand geerntet. Die Samen und das Fruchtfleisch werden dann zwischen zwei Lagen von Bananenblättern gelegt und beginnen dort zu gären. Dabei verflüssigt sich das Fruchtfleisch und läuft ab. So entsteht das typische Aroma der übrigbleibenden Bohnen.

Kakaobohnen © dizznbonn

Diese werden nun in der Sonne getrocknet, anschließend bei 100 bis 160°C geröstet und zerkleinert. Nach Aussortieren der Schalenteile bleibt der sogenannte Kakaobruch übrig, der dann gemahlen wird. Bei diesem Vorgang wird die Kakaobutter freigesetzt. So entsteht die dunkelbraunen, zähflüssige Kakaomasse.

Um aus dieser Masse nun die süße Schoki herzustellen, die wir so kennen, wird sie eventuell noch mal zusätzlich mit Kakaobutter, Zucker und Milchprodukten (meist Milchpulver) vermischt. Dieser Brei wird pasteurisiert und in Walzwerken fein vermahlen.

Frucht des Kakaobaums © HulagwayNun kommt der Teil, den einige vielleicht aus tolle Werbeclip her kennen, das Conchieren. Früher wurde die Schokolade in großen wannenförmigen Behältern zunächst erwärmt und mit hin- und herpendelnden Walzen gerieben. Dieser Vorgang dauerte an die 90 Stunden. Moderne Methoden haben diese Zeitspanne erheblich verkürzen können, auf etwa 12 Stunden für normale Schokolade. Je länger aber Conchiert wird, desto zarter wird die Schokolade. Mmmhh. 😉 Beim Conchieren wird der Schoko überflüssige Feuchtigkeit entzogen, unerwünschte Aromabestandteile werden reduziert und die Masse bekommt den typischen Schmelz.

Bevor diese Masse jetzt aber Weiterverarbeitet werden kann, muss sie auf eine bestimmte Temperatur heruntergekühlt werden. Und diesen Punkt zu erwischen ist eine Kunst für sich, da er von Schokolade zu Schokolade variiert. Ich erspare euch die chemischen Details… 😀

Schließlich und endlich wird die flüssige Masse in vorgewärmte Formen gegossen und Luftblasen werden durch Vibration entfernt. Nach dem Abkühlen ist die Schokolade endlich zum Naschen bereit. Mjamm!

Wie andere Sorten oder raffinierte Formen entstehen lass ich euch noch wissen…

Nach dieser langen und aufwendige Odyssee weiß man doch noch mehr zu schätzen, was man an Schokolade so hat.



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