Die Geschichte einer der berühmtesten Torten der Welt: Die Sacher-Torte

Verfasst von Nina

Jeder kennt ihn: Den schokoladigen Genuss der Sacher-Torte. Sie ist wohl DAS Wahrzeichen österreichischer Kaffee-Haus-Tradition und gilt als eine ganz besondere Spezialität der Wiener Küche.

Ähnlich wie die Mozartkugel ist sie einer der Exportschlager des Landes in Sachen süßem Genuss. Doch wie entstand sie und was macht sie so besonders im Vergleich zu anderen Torten oder Kuchen?

Original Sacher-Torte © Flickr/ Mauricio Pellegrinetti

Die Geschichte der Sacher-Torte beginnt am Hofe des Fürst Metternich, der im Jahr 1832 seiner Hofküche die Aufgabe stellte ein besonderes Dessert für seine hochrangigen Gäste zu kreieren und betonte nochmal extra: „Dass er mir aber keine Schand’ macht, heut Abend!“

Nur zu dumm, dass genau an diesem Abend der Chefkoch schwerkrank wurde. So musste der 16-jährige Lehrling sich versuchen und Wunder über Wunder, die Torte schmeckte allen vorzüglich. Dieser Lehrling Franz Sacher, der spätere Begründer Sacher-Dynastie.

Doch der Torte wurde zunächst darüber hinaus nicht weiter große Beachtung geschenkt. Erst als im Jahr 1848 Franz Sacher nach Jahren des Reisens nach Wien zurückkehrte und einen Feinkostladen und eine Weinhandlung eröffnete, trug er seinem Sohn Eduard auf, der gerade beim k. und k. Hofzuckerbäcker Demel seine Lehre machte, die Sacher-Torte weiter auszufeilen, was ihm offensichtlich auch gut gelungen ist. Zunächst wurde die Torte im Demel angeboten. Erst Jahre später im Jahr 1876 gründete Eduard selbst das Hotel Sacher und kredenzte dort seinen Gästen das Backwerk. Schnell wurde sie sehr beliebt.

Doch diese Beliebtheit förderte auch einen Streit zu Tage, der mehrere Jahre vor Gericht ausgefochten wurde, nämlich wer den Begriff „Original Sacher-Torte“ verwenden darf, Demel oder das Haus Sacher. Schließlich und endlich gewann das Haus Sacher und die Torte vom Demel heißt seitdem „Eduard Sacher-Torte“ bzw. „Echte Sacher-Torte„.

Der Unterschied zwischen den beiden liegt in der Füllung. Die Sacher-Torte wird mit Marillenmarmelade gefüllt und mit einer Schokoladenglasur überzogen. Die „Original Sacher-Torte“ des Hauses Sacher hat zwei Schichten Marmelade, die „Echte“ nur eine.

Das „Original“ bekommt man übrigens nur in Wien im Hotel Sacher, in den Cafés Sacher in Innsbruck und Graz, im Sacher-Shop in Bozen und im Duty-Free-Bereich des Wiener Flughafens. Aber zum Glück gibt es das Internet. Man kann die Torte nun nämlich auch online bestellen… 😉

Die „Original Sacher-Torten“ werden heute immer noch alle per Hand hergestellt. Und das sind immerhin 300.000 Torten pro Jahr. Was das „Original“ zudem wohl noch besonders macht, ist die Schokoladenglasur, die aus drei verschiedenen Schokosorten besteht, die extra für die Torte in Belgien und in Lübeck hergestellt werden.

Wer kann da schon wiederstehen?


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